Ausbau der Netzwerke und die Zusammenarbeit im Europäischen Parlament
Im Europäischen Parlament nehmen gleich mehrere Fraktionen für sich in Anspruch, politisch rechte Positionen zu vertreten. Da wäre zum Beispiel die Fraktion der Konservativen und Reformer, der beispielsweise die britischen Tories angehören. Hier ist es mehr die Skepsis eines europäischen Einheitsstaats als die Ablehnung der europäischen Idee insgesamt, die zusammenhält. Deutlich forscher sind die Auftritte der Fraktion um Nigel Farage. Der Brite sitzt schon seit mehr als 20 Jahren im Europäischen Parlament und kämpfte dabei leidenschaftlich für den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs. Als dieser mit dem Brexit-Referendum in die Tat umgesetzt werden sollte, neigte sich die politische Karriere von Farage langsam dem Ende zu. Noch nationaler ist die Fraktion um Marine Le Pen und Geert Wilders, der beispielsweise auch die Blaue Partei aus Deutschland angehört.
Von Marine Le Pen bis Geert Wilders
Während das Personal insgesamt noch eher überschaubar ist, gibt es in den Reihen der Rechten doch einige Galionsfiguren. In Frankreich ist Politik für den Front National eine Art Familienangelegenheit. Der einstige Vorsitzende Jean Marie Le Pen übergab den Parteivorsitz direkt an seine Tochter Marine Le Pen und auch deren Nichte Marion Le Pen steht bereits in den Startlöchern für eine Parteikarriere. Fuhr der Front National in wirtschaftlicher Sicht stets eine eher soziale Linie, steht die Partei für die Freiheit in den Niederlanden für einen wirtschaftsliberalen Kurs. Wichtigstes Element der Politik ist hier die Ablehnung des politischen Islams.
Wie rechts ist noch akzeptabel?
Eine Frage, die sich viele stellen ist, bis wie weit nach rechts sich eine Partei öffnen darf und wo Abgrenzung nötig ist. Einigkeit besteht häufig, dass nationalsozialistische Tendenzen nicht geduldet werden dürfen. Entsprechend verzichten Parteien wie die Lega Nord, die FPÖ und auch die AfD auf Kooperationen mit der NPD oder auch den Griechen der Chrysi Avgi. Ideologische Unterschiede haben es zum Teil unmöglich gemacht, eine gemeinsame Fraktion in Straßburg zu bilden.
Das neue Projekt des Strategen Steve Bannon
Steve Bannon erlangte als Chefstratege im Weißen Haus internationale Bekanntheit. Er gilt als versierter Strategie und hat sich einem wirtschaftlichen Nationalismus verschrieben. Mit seinem neuen Projekt richtet er den Blick auf die andere Seite des Atlantiks. Er möchte die rechten Parteien Europas vereinen und zu einer gemeinsamen Fraktion im EU-Parlament führen.