Yogyakarta Prinzipien

Die Yogyakarta Prinzipien interpretieren erstmals die bestehenden Menschenrechte in Bezug auf die geschlechtliche Identität und die sexuelle Orientierung.

Sie wurden 2007 dem UN-Menschenrechtsrat in Genf übergeben und vorgestellt. Die Prinzipien haben keine rechtliche Relevanz, könnten sich aber mit der Zeit als so genanntes Soft Law etablieren.
Ziel der Yogyakarta Prinzipien ist es, die allgemein gültigen Menschenrechte für LGBTI zu interpretieren. Es sind also keine neu formulierten Rechte. Der gesamte Text verwendet geschlechtsneutrale Begrifflichkeiten, einerseits, um die verschiedenen geschlechtlichen Identitäten zu achten und andererseits, um eine binäre Geschlechtskonstruktion zu vermeiden.
Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass sich die Prinzipien international nur zögerlich durchsetzen, obwohl Verfolgung von LGBTI und Verbrechen gegen sie tendenziell zunehmen. Deutschland etwa hält die Prinzipien lediglich für einen wichtigen Beitrag der Zivilgesellschaft, in der Schweiz wurden sie von der Verwaltung gar nicht erst rezipiert.